Schamhaarentfernung mit Wachs – so geht’s!

Intimbehaarung mit Wachs entfernen

Eine sehr bekannte und weit verbreitete Methode zur Schamhaarentfernung ist Warm- oder Kaltwachs. Beide funktionieren nach dem gleichen Prinzip, wobei der Name es schon erahnen lässt, wo der Unterschied liegt. In diesem Artikel erfährst du alles, was du wissen musst. Zusätzlich verrate ich dir eine Alternative zum Wachs, die noch effektiver, schonender und sogar weniger schmerzhaft ist.

Wie funktioniert die Haarentfernung mit Wachsstreifen?

Es gibt zwei Arten von Wachs für die Haarentfernung: Kaltwachs und Warmwachs. Die Unterschiede erkläre ich im nächsten Abschnitt.

Beide Arten von Wachs funktionieren auf die gleiche Weise:

  1. Das sehr klebrige Wachs wird auf die Haut aufgetragen und haftet nicht nur an den Haaren, sondern „umfließt“ es sogar leicht. Idealerweise ist dann jedes Härchen komplett von Wachs bedeckt. Je länger die Haare sind, desto besser werden sie erfasst.
  2. Mit Hilfe eines speziellen Vlies-Streifens werden dann die Härchen entgegen der Wuchsrichtung abgezogen. Die Haare werden dabei samt Wurzel herausgezupft.

Vorteile von Waxing

Die Haare werden auf sehr tiefer Ebene herausgerupft. Damit dauert es je nach Wuchs-Geschwindigkeit der Haare an der Stelle zwischen 2 und 4 Wochen, bis die Härchen wieder nachwachsen. In der Regel ist die Methode sehr günstig – vorausgesetzt du machst es selber. Die Warmwachs- oder Kaltwachs-Sets gibt es je nach Umfang für 10-30€ und sie reichen für mehrere Sitzungen. Und das beste: es ist für alle Haarfarben- und Haartypen geeignet.

Vorteile
  • Ergebnis hält lange
  • Preiswert
  • Für alle Haarfarben- und Haartypen geeignet

Nachteile von Waxing

Gerade bei den allerersten Malen ist es sehr schmerzvoll. Schließlich sitzen im Intimbereich weitaus mehr Nerven-Enden, als an Beinen oder Armen. Wie stark es weh tut, hängt vom eigenen Schmerzempfinden ab – aber auch von Art der Wachsstreifen. Grundsätzlich sind die Warmwachs-Streifen etwas angenehmer als die Kaltwachs-Variante.

Die Haut reagiert vor allem in der Anfangsphase gereizt auf die Belastung, meist durch starke Rötungen oder gar Mini-Blutergüsse. Erst nach drei bis fünf Malen gewöhnt sich die Haut an die Belastung und wird nicht ganz mehr so stark reagieren.

Auch ist das Wachsen nicht gerade die ordentlichste Variante. Warmwachs bleibt einfach an allem kleben und ist umständlich abzuwaschen. Kaltwachs ist nich ganz so schlimm bei der Handhabung, aber verursacht dennoch etwas Schmutz und Chaos.

Nachteile
  • Sehr schmerzvoll
  • Hautreizungen
  • Macht eine Sauerei

Kaltwachs und Warmwachs – was ist besser?

Hier stellt sich natürlich dei Frage, ob man Kaltwachs-Streifen oder Warmwachs-Kits kaufen soll.

 Kaltwachs:Warmwachs
Handhabung+ Fertige Streifen erhältlich, sehr einfach in der Anwendung.
+ Spezielle kleinere Versionen für den Intimbereich erhältlich
+ Weniger Sauerei, da keine Rückstände auf der Haut zurückbleiben
Umständliches Aufwärmen im Wasserbad oder Mikrowelle aufgewärmt nötig
Erfordert etwas Übung beim Auftragen und abziehen
Klebt an Haut und Textilien und ist auch noch hartnäckig beim Rauswaschen.
Schmerz Die Anwendung auch etwas schmerzhafter als bei Warmwachs.
+ Nicht ganz so schmerzvoll wie Kaltwachs
Hautverträglichkeit Beide verursachen Hautirritationen. In manchen Fällen auch Pickel oder gar ganz kleine Blutergüsse möglich
Ergebnis Ergebnisse tendenziell etwas schlechter als bei Warmwachs, muss oft mehrfach wiederholt werden+ Durch die höhere Temperatur bessere Ergebnisse.
Zusammenfassung + Einfach in der Anwendung
+ Spezielle Streifen für Intimbereich erhältlich
+ Sehr günstig

Haare kleben oft nicht richtig
Etwas schmerzvoller als Warmwachs
Hautirritationen nicht selten
+ Haare werden besser entfernt
+ Nicht ganz so schmerzhaft

Anwendung erfordert Übung
Etwas mehr Sauerei

Fazit: Wenn du dich geschickt genug anstellst, ist Warmwachs die richtige Wahl Für dich. Falls Dein Haarwuchs nicht so stark ist und du etwas Einfaches brauchst, kannst du zu Kaltwachsstreifen greifen.

Selber wachsen vs. wachsen lassen

Viele Kosmetik-oder gar spezielle Waxing-Studios bieten die Haarentfernung mit Warmwachs an – die Intimhaarentfernung ist meist ebenfalls möglich. Der Vorteil ist natürlich, dass alles etwas schneller und sauberer von der Hand geht. Gerade die schwer erreichbaren Stellen können enthaart werden, da schließlich jemand anderes die Prozedur durchführt.

Je nachdem, ob welche Bereiche „gewaxt“ werden, kostet eine Sitzung 20-60 Euro.

Es gibt auch Waxing im Kosmetik-Studio
Viele Kosmetikstudios bieten Waxing an

Grundsätzlich: Wenn du das nötige Kleingeld besitzt, wenig Zeit und keine Hauptprobleme mit Waxing hast, kannst du durchaus zum nächsten Kosmetikstudio gehen. Alternativ kannst du es zur Abwechslung selber zu Hause versuchen oder ganz andere Methoden ausprobieren.

Es selbst zu erlernen erfordert zwar etwas Übung, jedoch kannst du damit sehr viel Geld sparen. Und auch wenn es am Anfang etwas schwer sein wird, wirst du schon nach einigen Sitzungen einen optimalen Ablauf für dich herausfinden, so dass ein Kinderspiel sein wird.

Wichtig dabei ist: Nicht unterkriegen lassen! 😉

Alternative zu Wachs: Zuckerpaste

Eine durchaus interessante Alternative ist Zuckerpaste. Wie Wachs wird die Paste auf die Haut aufgetragen und samt der Haare abgezogen. Die Konsistenz ist ähnlich zu Warmwachs, wobei die Zuckerpaste nicht erhitzt werden muss. Außerdem ist sie weitaus milder zur Haut und wirkt sogar wie ein erfrischendes Peeling. Zudem lässt sie sich leichter auswaschen und ist 100% aus natürlichen Zutaten. Sie kann sogar zuhause selbst hergestellt werden.

Hierzu gibt es bald einen separaten Artikel. 😉

Tipps für die Anwendung

  • Probiere beim ersten Mal die Streifen (vor allem die Warmwachs-Streifen) an einer leicht erreichbaren Körperstelle aus, um ein Gefühl dafür zu bekommen. Am besten eignen sich die Beine, da es dort nicht ganz so weh tun wird, wie im Schambereich
  • Erfahrungemäß gewöhnt sich die Haut mit jeder Behandlung an den Schmerz. Die Schmerzen fühlen sich nicht mehr so stark an, die Haut errötet nicht mehr so stark und reagiert nicht mehr so gereizt, wie am Anfang. Sogar die Haarwurzeln gewöhnen sich an die Belastung und werden nach und nach „lockerer“, so dass das Abziehen immer weniger weh tut.
  • Lege bei Warmwachs-Anwendung ein großes altes Handtuch unter dich, damit das Wachs nicht auf den Boden oder Teppich kommt. Warmwachs lässt sich aus Kleidung auswaschen, geht jedoch extrem schwer von Laminat, Fließen oder anderen Bodenbelägen ab.
  • Reib deine Haut vorher mit Babypuder ein. Damit wird die Hautoberfläche sehr trocken und das Wachs haftet besser
  • Spanne die betroffene Hautstelle vor dem Auftragen und beim Abziehen auseinander – die Härchen kommen damit etwas mehr raus und die Haut wird beim Abziehen nicht so stark verzogen – was damit auch weniger weh tut
  • Benutzt eine milde Seife zum Entfernen von Wachsresten auf der Haut
  • Pflegt die Hautstelle nach der Anwendung mit einer milden Creme, beispielsweise mit Aloe Vera o.ä..
  • Ein Kühlpad hilft nach der Anwendung, die Haut etwas zu entspannen
  • Nach dern Anwendung solltest du 30-60 Minuten warten, bis du hautenge Sachen, wie Slips, über die betroffenen Stellen anziehst

Produktempfehlungen

Für den Einstieg in Kaltwachs extra für die Bikini-Zone und Intimbereich:

Für den Einstieg in die Haarentfernung mit Warmwachs:

Für mehr Komfort das gleiche Set, nur mit Wachspatronen-Erhitzer:

Tipp

Diese Station kaufen und später die Patronen mit Wachs aus dem günstigeren Set umfüllen

Am besten direkt diese Vliesstreifen dazukaufen:

Wenn dir die Holzspatel ausgehen:

Babypuder, um die Haut zu trocknen:

Kühlendes Aloe Vera Gel nach der Anwendung:

Kühlpad, um die Haut nach dem Waxing zu beruhigen:

Ich hoffe, ich konnte dir mit dem Artikel weiterhelfen! Falls du noch Fragen oder Anmerkungen hast oder deine eigenen Erfahrungen mit Waxing mitteilen möchtest, hinterlasse einfach einen Kommentar!

Bilderquellen: © carol_anne – Fotolia.com

Sugaring (Zuckerpaste)

Um die lästigen Stoppel im Intimbereich loszuwerden, ist Zuckerpaste eine der beliebtesten Methoden. Sie ist 100% natürlich und kann sogar zuhause hergestellt werden. Hier erfährst du, ob Zuckerpaste die passende Methode für dich ist und was du bei der Anwendung beachten musst.

Was ist Zuckerpaste?

Zuckerpaste ist von der Konsistenz ähnlich wie Warmwachs. Allerdings muss es dazu nicht erwärmt werden. Zuckerpaste wird aus Zucker, Zitrone und Wasser hergestellt und ähnelt vom Material her sehr festem Honig.

Body Sugaring honig Wellness

Der größte Unterschied zu Warmwachs in der Anwendung ist die Tatsache, dass die Zuckerpaste zur Haarwuchsrichtung abgezogen wird und nicht entgegen. Damit wird das Haar nicht abgebrochen sondern tatsächlich sauber herausgezupft.

Vorteile

Superglatte Haut: Nach der Anwendung glatt wie ein Babypopo!

Muss nicht erwärmt werden: Zuckerpaste wird bei Zimmertemperatur verwendet

Wirkt wie ein Peeling: Beim Abziehen werden abgestorbene Hautzellen mitentfernt, Haut wirkt weich und jung

Kann zuhause hergestellt werden: Mit drei einfachen Zutaten kannst du die Paste in der eigenen Küche selbst ankochen

Kann für andere Körperpartien benutzt werden: Achseln, Bikini-Zone, Augenbrauen, etc

Ergebnis hält mehrere Wochen: Deine Haut ist für mehrere Wochen glatt und Härchen wachsen nicht stoppelig nach

Einfach zu entfernen: Zuckerpaste bleibt nicht an Kleidung oder Haut kleben, macht somit keine große Sauerei, wie beispielsweise Warmwachs

Nachteile

Etwas schmerzhaft: Gerade im Intimbereich kann es schmerzhaft werden. Allerdings gibt es Hilfsmittel, um es erträglicher zu machen

Kann leichte Hautirritationen hervorrufen: Bei den ersten Anwendungen kann es zu Rötungen oder Pickeln kommen. Doch nach ca. 5 Anwendungen gewöhnt sich die Haut daran

Selbst Kochen braucht Übung: Wenn du Zuckerpaste in der Küche selbst herstellst, ist es am Anfang etwas schwer die passende Konsistenz hinzubekommen – braucht somit etwas Übung

Warum Intimbereich?

Da die Haut im Intimbereich recht empfindlich ist, ist Zuckerpaste perfekt geeignet. Sie ist 100% natürlich, ist im Vergleich zu anderen Methoden relativ schonend zur Haut. Sie ist zu 100% aus natürlichen Zutaten hergestellt – damit weißt du ganz genau, was da auf deine Haut kommt.

Außerdem bekommst du als Ergebnis superglatte Haut ohne jegliche Stoppel. Und das für mehrere Wochen. Ich kann dir garantieren, dass zweisame Momente mit deinem Partner bzw. deiner Partnerin ein neues Level erreichen werden. 😉

 

Welches Produkte empfehlenswert?

Da schon wenige Grad Celsius Unterschied reichen, um die Konsistenz der Zuckerpaste zu beeinflussen, gibt es unterschiedliche Varianten für wärmere und kältere Umgebungen. Gerade im Hochsommer macht es Sinn zu einer Paste für höhere Temperaturen zu greifen.

25 bis 28ºC

28 bis 32ºC

Wer Zuckerpaste selber herstellen will, muss etwas Geschick und Feingefühl mitbringen, um die passende Konsistenz hinzubekommen. Ich empfehle Anfänger/innen erstmal eine Packung zu kaufen und die Methode auszuprobieren.

Hilfsmittel

Neben der Zuckerpaste selbst gibt es eine Sachen, die den Prozess um einiges erleichtern und Schmerzen lindern.

  • Hautreiniger: Der Hersteller der Zuckerpaste bietet direkt einen Hautreiniger, der direkt vor dem Sugaring benutzt werden kann. Im Gegensatz zur Dusche musst du hier nicht erst warten, bis du loslegen kannst
  • Kosmetikspiegel: Hier reicht ein einfacher Spiegel mit Standfuß o.ä.
  • Babypuder: Ich schwöre auf Penaten Baby Puder! Super verträglich und seit Jahrzehnten bewährt.
  • Latexhandschuhe: Ich greife zu den puderfreien Latexhandschuhen von Höga. Super Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Großes Handbuch: Als Unterlage, so dass dein Teppich oder Laminat am Ende nicht voller Zuckerpaste ist
  • Vliesstreifen: Hilft immens beim Abziehen, falls es mit purer Handarbeit nicht klappen will. Hier empfehle ich das 300er Pack Sunzze Vliesstreifen. Mit 20x7cm Größe sind sie von der Größe her super für den Intimbereich.
  • Zusätzlich kannst du auch einen Mini-Ventilator nutzen. Damit trocknet die Haut schneller

Tipps zur Anwendung

  • Mit dem Fingerabdruck-Test findest du schnell und einfach heraus, ob deine Zuckerpaste die optimale Temperatur hat. Tauche einfach deine Fingerspitze in die Paste.
    • Paste klebt nicht an Finger, stattdessen ist dein Fingerabdruck zu sehen: Perfekte Temperatur! Du kannst direkt loslegen
    • Paste bleibt an Finger kleben: Paste ist zu warm! Pack die Packung in den Kühlschrank und teste alle 5-10 Minuten, bis Paste nicht mehr an Haut kleben bleibt und Fingerabdruck hinterlässt
    • Paste zu hart, kein Fingerabdruck sichtbar: Paste zu kalt. Auf niedriger Stufe für 30-60 Sekunden in der Mikrowelle erwärmen
  • Haare sollten ca. 2-10mm lang sein – optimal sind ca 5mm: Sind sie zu kurz, kann sie die Zuckerpaste nicht umfließen und sie kommen nicht raus. Sind sie zu lang, kann es bei der Anwendung zwicken.
  • Falls du vorher baden oder duschen willst, mach es eine Stunde vor der Anwendung, damit die Haut vollständig trocknen kann
  • Entferne alle Cremes, Öle, Schweißreste, etc von der Hautoberfläche vor der Anwendung
  • Um die Haut noch trockener zu machen, kannst du Baby Puder nehmen.
  • Die Luft um Raum sollte nicht zu feucht sein – sprich besser im Wohnzimmer „zuckern“ statt im Bad

Tipps gegen Schmerzen

  • Ziehe die Haut beim Einarbeiten und beim Abziehen ordentlich straff
  • Je trockener die Haut, desto weniger Schmerzen: Geize deshalb nicht mit Babypuder
  • Du kannst weniger Paste nehmen und kleinere Flächen bearbeiten
  • Versuche beim Auftragen den Streifen nicht zu lang zu machen, so dass du ihn mit einem Ruck abziehen kannst. Hier helfen Vliesstreifen, falls es mit dem Abziehen nicht ganz klappt
  • Bei sehr schmerzempfindlichen Stellen hilft die Emla Creme. Sie wird eine Stunde vorher aufgetragen und betäubt die Haut oberflächlich. Sie wird bspw. oft in Tätowierstudios eingesetzt. Vor längeren Enthaarungssitzungen solltest du die eingecremten Stellen mit Frischhaltefolie abdecken, um die Wirkung der Creme zu verstärken

Anleitung zum Vorgehen

Vorbereitung

  • Kein Sonnenstudio oder andere Belastungen 48 Stunden vor der Anwendung
  • Trimme die Härchen auf ca 5mm, falls sie zu lang sind
  • Die Haut muss sauber und frei von Cremes, Ölen, etc sein. Du kannst ca. 30 Minuten vor dem Start mit einer milden Seife die Stellen säubern und ordentlich trocknen
  • Direkt vor der Anwendung muss die Haut möglichst trocken sein
  • Überprüfe mit dem Fingerabdruck Test, ob die Zuckerpaste die passende Temperatur hat

Anwendung

  1. Breite ein großes Handtuch auf dem Boden aus
  2. Stelle den Spiegel direkt vor dich, so dass du die Stellen gut sehen kannst
  3. Nimm so viel Paste auf, so dass es auf zwei Fingerkuppen passt
  4. Trage die Paste entgegen der Wuchsrichtung auf die Haut auf
  5. Arbeite die Paste 2-3 Mal ein, auch wieder entgegen der Wuchsrichtung
  6. Warte ca. eine Minute, bis die Paste ein wenig einwirkt
  7. Nun die Paste in Wuchsrichtung entlang der Haut (nicht nach oben) ruckartig abziehen
  8. Mit dem Klumpen über vereinzelte Stellen ohne Einwirkzeit drübergehen

Hilfreiche Videos

…folgen bald

Intimrasur für Mann und Frau – so geht es richtig!

Die Intimrasur ist die beliebteste Methode um unerwünschte Schamhaare zu entfernen. Kein Wunder, schließlich ist sie relativ einfach und somit auch für Anfänger geeignet. Außerdem kostet sie nicht viel, da die meisten Sachen günstig in der Drogerie gekauft werden können. Ich zeige dir, wie du einfach und sicher die lästigen Stoppel im Intimbereich los wirst. Als Bonus bekommst du einen ultimativen Spartipp!

Vorab-Hinweise
  • Dieser Artikel befasst sich mit der nassen Intimrasur für die Frau und den Mann.
  • Ich werde in diesem Artikel einige alternative Nassrasierer und Pflegeprodukte vorstellen, die du wahrscheinlich nicht einmal kennst, die  aber nicht nur besser rasieren und besser für die Haut sind, sondern auch billiger sind, als die herkömmlichen Marken. Warum das so ist, erfährst du weiter unten im Abschnitt „Welche Rasierer ist der beste“?

Zu erklären, was die Intimrasur an sich ist, macht hier wohl wenig Sinn. Es ist sehr wahrscheinlich, dass du dich schon ein oder mehrere Male im Intimbereich rasiert hast. Also weißt du im Prinzip, wie es geht.

Wie lange hält das Ergebnis?

Nach einer Intimrasur bleibt die Haut nur 2-3 Tage glatt. Die tatsächliche Dauer hängt davon ab, was für ein Haartyp bist und wie schnell deine Haare nachwachsen. Somit ist die Intimrasur eher als schnelle Notfall-Lösung geeignet.

Ein Nachteil ist, dass die Härchen stoppelig nachwachsen. Bei der Rasur werden die Härchen quasi geköpft und der Schnitt hinterlässt eine scharfe Haarspitze. Daher das stoppelige Gefühl.

Wenn man wenig Schmerzen erträgt, ist der Rasierer eine super Methode, um Härchen im Intimbereich loszuwerden. Nur musst du dann dich mit dem Gedanken anfreunden alle paar Tage nachrasieren zu müssen.

Welcher Rasierer ist der beste?

Du wirst wahrscheinlich bisher nur die typischen Rasierer aus der Drogerie kennen. Dazu gehören:

Auch in Sachen Rasierschaum wirst du wahrscheinlich direkt an den Schaum aus der Dose denken.

Gehörst du zu den Menschen, die…

  • …die Klingen der Rasierer völlig überteuert finden?
  • …immer wieder Pickel und Rasurbrand bekommen?
  • …trotz der teuersten Klingen ein schlechtes Rasurergebnis haben?

Dann kann ich dich erstmal beruhigen: Es liegt nicht daran, dass du eine Nassrasur nicht verträgst o.ä.. Und auch sind die Rasierer keine Wunderwerke der Technik, wie es die Hersteller oft behaupten. Die Preise sind nicht gerechtfertigt.

Doch woher kommen Rasurbrand, Pickel, etc…?

Es liegt an den minderwertigen Produkten, die uns die Industrie aufbindet. Denn erst mit den völlig überteuerten Klingen und den minderwertigen Materialen und lassen sich ordentliche Gewinne einfahren. Und auch der Rasierschaum ist voller Chemie und alles andere als gut für die Haut.

Doch es gibt eine Lösung!

Erinnerst du dich eventuell noch an die Ur-Alt Sicherheit-Rasierer, die komplett aus Metall sind? Wenn nein, schau mal bei deinem Opa ins Badezimmer – er hat mit Sicherheit noch so einen Rasierer da. Übrigens kennt man diese unter dem Namen Rasierhobel.

Merkur 23c Rasierhobel

Es ist wirklich schade, dass diese hochwertigen Rasierer vom Markt verdrängt wurden, obwohl sie in nahezu allen Punkten besser sind, als die aktuelle Plastik+Chemie Generation. Dein (Ur-)Opa wusste einfach besser. 😉

Rasierhobel gibt es verdammt lange
Rasierhobel gibt es verdammt lange

Vorteile eines Rasierhobels

Ein großer Vorteil der Rasierhobel ist: Es gibt eine Vielzahl von Rasierklingen. Damit hast du die Möglichkeit mehrere Klingen auszuprobieren und dadurch die für deine Haut beste Klinge zu finden. Keine Sorge, zu den Rasierklingen komme ich später….

24 Rasierklingen Packungen für Rasierhobel
Viele Rasierklingen-Marken – und gibt es Hunderte mehr

Und auch in Sachen Rasierschaum gibt es Produkte, die deine Haut nicht reizen, sondern eine schonende Rasur ermöglichen und deine Haut schützen. Auch hier schaust du nochmal die Rasierutensilien deines Opas an. Ich rede von klassischer Rasiercreme oder Rasierseife, die du mit einem Rasierpinsel selbst anmischst. Diese werden bis heute aus natürlichen Rohstoffen hergestellt und enthalten keine Chemiekeulen.

Hier mal ein Foto eines Rasierhobels samt richtigem Equipment:

Rasierhobel mit Rasierseife, Rasierpinsel und Pflegeprodukten (Quelle:© Trickybo - Fotolia.com)
Rasierhobel mit Rasierseife, Rasierpinsel und Pflegeprodukten (Quelle: © Trickybo – Fotolia.com)

Und nur weil kaum jemand diese Rasiersachen mehr benutzt, heißt das noch lange nicht, dass sie schlecht sind. Die Industrie bewirbt diese einfach nicht mehr, weil sich damit weniger Geld verdienen lässt. Denn du ahnst es schon: Die Klingen für einen Rasierhobel sind vieeeeeeeel billiger.

  • Eine Gilette Fusion Klinge kostet bei Amazon ca. 2,60 Euro (8er Pack für ca. 21€). Mit einer Klinge sind im Durchschnitt 10 (Intim)Rasuren möglich, also kostet eine Rasur durchschnittlich 26 Cent + Rasierschaum etc
  • Eine Astra Klinge für den Rasierhobel kostet bei Amazon 0,10 Euro (100er Pack für ca 10€). Damit sind im Durchschnitt 4 (Intim)Rasuren möglich, also kostet eine Rasur durchschnittlich 2,5 Cent + Rasierschaum etc!

Du bezahlst somit fast über das 10-fache von dem, was du eigentlich musst!

Beispielrechnung (Beispielrechnung (hier klicken, um aufzuklappen)

Da der Rasierhobel und das nötige Zubehör wie Rasierpinsel anfangs teurer sind, kann es manche Leute abschrecken. Deshalb möchte ich dir nochmal zeigen, nach wieviel Rasuren der Rasierhobel den Systemrasierer preislich „überholt“ und billiger ist. (Stand der Kosten: 13.09.2016)

Die x-Achse unten zeigt die Anzahl der Rasuren. Die y-Achse links zeigt die Kosten. Auf der y-Achse fangen beide Geraden an, da du schließlich schon vor der ersten Rasur Geld für einen Rasierer ausgibst – das sind deine Fixkosten.

Danach kommen die täglichen Rasierkosten dazu. Diese fallen für Rasierklingen und Rasierschaum usw. an, sprich alle „Verbrauchsmaterialien“. Diese fallen nur an, wenn du wirklich rasierst und du musst diese Materialien nach einigen Rasuren immer neu kaufen. Damit sind das variable Kosten.

Preisvergleich zwischen Systemrasierer und Rasierhobel nach Anzahl der Rasuren
Preisvergleich zwischen Systemrasierer und Rasierhobel nach Anzahl der Rasuren (Stand 13.09.2016)

Systemrasierer:

Rasierhobel:

Ergebnis: Nach ca. 91 Rasuren hast du für die Hobelrasur genauso viel ausgegeben, wie für die System-Rasur. Ab der 92. Rasur fährst du mit dem Hobel billiger.

Wenn wir annehmen, dass du dich alle 2 Tage rasieren musst, fährst du schon nach einem halben Jahr weitaus billiger mit dem Hobelrasierer. Fortan kostet dich jede Rasur lächerliche 2,5 Cent statt 26 Cent!

Überzeugt? 😉

Doch ein Rasierhobel ist nicht nur langfristig billiger und schonender zur Haut. Er rasiert auch besser. Mit einem Rasierhobel wirst du schnell feststellen, dass mit jedem Zug alle Härchen verschwinden und die Haut glatt wie ein Babypopo ist. Also perfekt, um deine(n) Partner(in)/dein Date untenrum zu überraschen. 😉

Einziger Nachteil: Der Rasierhobel braucht etwas Eingewöhnungszeit. Deine Haut muss sich in den ersten Wochen an die Prozedur gewöhnen und du musst auch dich nach und nach an die Technik herantasten. Doch es lohnt sich 2-3 Wochen zu üben, um dann für immer und ewig eine tolle und schonende Intimrasur zu erzielen. 😉

Vergleich mit Systemrasierer

 HobelrasiererSystemrasierer
Rasurergebnis+ + Sehr GutBefriedigend
Hautverträglichkeit+ In den ersten Wochen muss sich Haut dran gewöhnen, danach meist keine Hautreizungen Kann dauerhaft Hautreizungen und Rasurbrand verursachen
Rasur gegen den Strich+ Je nach Hauttyp möglich Belastet die Haut, oftmals nicht möglich
Zugänglichkeit Schwer zugängliche Körperstellen nicht erreichbar+ + Schwer zugängliche Körperstellen relativ einfach erreichbar
Umweltverträglichkeit+ + sehr hoch, da nur natürliche Inhaltsstoffe niedrig, da viel Plastik verbraucht wird. Rasierschaum-Dosen verursachen zusätzlich Müll
Auswahl an Klingen+ + sehr groß, Dutzende Klingen in verschiedenen Stärken erhältlich sehr eingeschränkt, meist nur eine Klinge pro Modell zur Auswahl
Handhabung+ erfordert Übung in den ersten Wochen, danach sehr einfach+ + sehr einfacher Einstieg
VerfügbarkeitUtensilien nur online oder spezialisierten Geschäften (oder Barber Shops) erhältlich+ + Alle Utensilien in der Drogerie erhältlich
Kosten+ Anschaffungskosten höher, auf Dauer aber weitaus billiger auf Dauer sehr teuer

Zusammengefasst ist ein Rasierhobel das Richtige für dich, wenn du…

  • …eine empfindliche Haut hast
  • …eine schonende Rasur willst
  • …ein perfektes Rasurergebnis suchst
  • …Geld sparen willst
  • …bereit bist in den ersten Wochen etwas zu üben

Tipp: Bevor du direkt im Intimbereich anfängst mit einem Rasierhobel zu rasieren, solltest du vorher an anderen Körperstellen üben:

  • Als Frau übst du erstmal an den Beinen
  • Als Mann übst du im Gesicht

Einkaufsliste für eine Hobelrasur

  • Rasierhobel: Als Einsteiger-Gerät empfehle ich den Merkur 23C. Es gibt auch teurere Modelle mit unterschiedlichen Köpfen und Bauweisen. Falls du ein anderes Modell kaufen möchtest, achte auf einen geschlossenen Kamm und einen geraden Kopf (also kein Torsionskopf). Und für den Damen gibt es ein schönes Modell von Edwin Jagger mit einem femininen Touch.
  • Rasierpinsel: Ein Rasierpinsel sollte aus Dachshaar oder zumindest hochwertiges Dachshaar-Imitat sein. Damit wird der Rasierschaum ordentlich eingearbeitet und die Haut bekommt ein leichtes Peeling. Der Wilkinson Rasierpinsel für knapp 14 Euro ist perfekt für den Einstieg.
  • Rasierklingen: Hier wird es „kompliziert“, denn: Jede Haut ist anders! Und jeder Haartyp! Deshalb solltest du ein Probier-Paket aus verschiedenen Klingen kaufen und durchprobieren. Mit der Zeit wirst du herausfinden, auf welche Klinge deine Haut am besten reagiert und du das beste Ergebnis bekommst. Zusätzlich zu dem Probierpack empfehle ich noch die als eher sanft bekannten Personna dazu zu kaufen. Damit hast du ein schönes Starterset zum Ausprobieren.
  • Rasierseife: Da der Intimbereich eher was sanftes braucht, empfehle ich die Rasierseife Ringelblume von Haslinger. Dazu ist zu sagen, dass Rasierseife buchstäblich ewig hält. Meine Packung hat etwa 18 Monate gehalten (Ich rasiere alle 2-3 Tage)!
  • Kleine Dose (für Rasierseife): Zum Schluss brauchst du noch eine Dose aus Aluminium, Porzellan oder Kunststoff. der Durchmesser sollte etwas größer, als die Seife sein (in diesem Fall mind. 7cm). Perfekt geeignet sind beispielsweise diese Zuckerdose oder dieses Schälchen oder diese Souffléform.
  • Aftershave-Balsam: Auch die Haut rund um den Schambereich sollte nach der rasur gepflegt werden. Hier erfüllt die Nivea Aftershave Balsam Mild ihren Zweck. Auch wenn da „For Men“ steht, ist sie auch für Frauen gut geeignet, da sie geruchsneutral ist.

Intimrasur Anleitung (mit Rasierhobel)

Im Gegensatz zu einem „Marken-Rasierer“ ist die Hobelrasur keine Last oder ein notwendiges Übel – du wirst nach einiger Zeit feststellen, dass es eine Schönheits-Kur für deine Haut ist, die sich erfrischend anfühlt und sogar Spaß macht.

Am einfachsten gelingt die Rasur nach der direkt während der Dusche. In der Badewanne funktioniert es auch. Denn durch die Dusche wird die Haut bereits ordentlich vorgewärmt und durch das Wasser perfekt für eine Rasur vorbereitet. Alternativ reicht auch ein mit warmen Wasser getränktes Baumwoll-Handtuch.

Du brauchst:

  • Baumwoll-Handtuch
  • Hobel-Rasierer
  • Rasierpinsel
  • Rasierseife
  • After-Shave Balsam
  • Schale (Müsli-Schüssel o.ä.)
rasierschaum-konsistenz
Der Rasierschaum ist perfekt, wenn er eine sahnige Konsistenz hat

Du gehst folgendermaßen vor:

  1. Waschbecken oder eine Schale (Müsli-Schüssel o.ä.) mit heißem Wasser füllen
  2. Haut mit heißem Wasser anfeuchten (Dusche/Bad/nasses warmes Handtuch)
  3. Rasierseife mit Rasierpinsel aufnehmen und zum Schäumen bringen. Anfangs braucht es etwas Übung, deshalb ein paar extra Schritte:
    1. Rasierpinsel mit heißem Wasser anfeuchten und soweit es geht mit Wasser vollsaugen lassen
    2. Mit dem nassen Rasierpinsel über die Rasierseife in der Schale so lange kreisen und so die Seife aufschäumen, bis ihr eine sahnige Konsistenz habt
    3. Wenn der Rasierschaum nicht reicht, einfach mit der gleichen Prozedur noch mehr Schaum anmixen
  4. Rasierschaum mit Rasierpinsel auf der Hautstelle verteilen und ein wenig „einarbeiten“
  5. Rasierschaum 3 Minuten lang einwirken lassen
  6. Haut gegen Wuchsrichtung langziehen/spannen und Rasierhobel im 30° Winkel ansetzen
  7. Mit Rasierer kurze Streifen ziehen, nicht aufdrücken(!), sondern drübergleiten lassen. Du solltest dabei spüren wie die Härchen abgetragen werden. Das Kratzen direkt auf der Haut sollte möglichst minimal sein.
  8. Nach jedem Zug Rasierer im heißen Wasserbad (Waschbecken/Müsli-Schale) von Haaren befreien
  9. Wenn die Haut nach der ersten Rasur noch nicht glatt ist, nochmal wiederholen und im 90° Winkel oder gegen den Strich rasieren
  10. Ganz zum Schluss mit warmen Wasser Rasierschaum abspülen und dann mit eiskaltem Wasser beruhigen (alternativ Baumwoll-Handtuch mit eiskaltem Wasser tränken und ransetzen)
  11. Pflegemittel auftragen, ca 5-10min einwirken lassen. Danach zusätzlich Babypuder auftragen, um das Scheuern mit Kleidung abzumindelrn und Schweiß aufzunehmen
  12. Während dem Einwirken könnt ihr alle Rasierutensilien ordentlich abspülen und von Härchen befreien. Den Rasierpinsel gründlich von Wasser befreien (mit Stoßbewegungen?) und zum Trcoknen aufstellen. Die Rasierseife mit etwas kaltem Wasser abspülen, Härchen rausholen und offen mindestens 24 Stunden trocknen lassen
  13. Bis zur nächsten Rasur mindestens 24 Stunden warten, damit Klinge sich erholen kann

Keine Frage, eine Hobelrasur ist etwas aufwendiger, als eine herkömmliche Rasur mit einem Systemrasier. Doch das Ergebnis wird euch umhauen! Und eure Haut wird es euch danken. 😉

Tipps, die euch weiterhelfen

  • Wenn ihr euch zum ersten Mal mit dem Hobel rasiert, dann muss sich eure Haut an die neue Prozedur erst gewöhnen. Es können sich durchaus Rötungen und Pickelchen bilden, doch lasst euch nicht entmutigen. Gebt eurer Haut 2-3 Wochen Zeit sich an die Hobelrasur zu gewöhnen.
  • Für den Hobel gibt es jede Menge unterschiedliche Rasierklingen. Manche sind etwas schärfer, andere milder, andere wiederum ruppiger. Ihr solltet auf jedem Fall verschiedene Rasierklingen ausprobieren, um zu schauen, mit welcher Klinge eure Haut am besten zurechtkommt. (Meine Haut kommt am besten mit Feather klar, die meisten werden aber eher bei Personna oder Derby landen)
  • Während des Rasierens solltet ihr nicht zu stark aufdrücken. Der Rasierer sollte quasi über die Haut „gleiten“ und dabei die Haare mitnehmen. Wenn nicht alle Härchen mitgenommen werden, fahrt lieber ein zweites Mal drüber oder rasiert im zweiten Zug nach.
  • Solltet ihr euch beim Rasieren schneiden (was gerade am Anfang durchaus vorkommen kann), könnt ihr die Blutung mit einem sogenannten Alaunstift stoppen.
  • Uhr wollt einen Hobel, der perfekt für eure Haut abgestimmt ist? Dann müsst ihr in die Königsklasse aufsteigen und euch einen sogenannten Adjustable Hobel kaufen. Dieser lässt sich in seiner „Ruppigkeit“ (meist in 10 Stufen) einstellen. So könnt ihr für jede Körperpartie den Hobel individuell einstellen (für den Intimbereich am besten auf 3 = eher sanft). Hier empfehle ich uneingeschränkt den Merkur Futur.
  • Auch wenn es bei der Hobelrasur selten vorkommt, kann es passieren, dass einige Härchen einwachsen. Das liegt meist weniger am Rasierer, als an eurem Hauttyp. Gegen eingewachsene Haare (s. Epilieren-Artikel) könnt ihr alle zwei Tage nach dem Duschen einen Sisal-Schwamm oder Luffaschwamm benutzen.

Intimbereich epilieren…das musst du beachten

Schamhaare entfernen mit Epilator

Wenn man seine haarpracht loswerden möchte, gibt es verschiedene Wege und Mittel für eine glatte Haut. Heute im Programm: Der EpiliererIch zeige, worauf du achten musst, wenn du deine Schambehaarung weg-epilieren willst. Du bekommt außerdem hilfreiche Tipps, wie du die Schmerzen beim Epilieren deutlich reduzieren kannst. 😉

Wie funktioniert ein Epilierer?

Ein Epilierer ist ein Gerät, das das Zupfen „automatisiert“ hat. Eine rotierende Walze mit mehreren Pinzetten wird von einem Motor so angetrieben, so dass beim Drüberfahren über die Haut die Härchen herausgezupft werden. Und genauso wie bei einer Pinzette wird das Haar samt Wurzel herausgezogen.  Deshalb bleibt die Haut auch länger glatt, als beispielsweise bei einer Rasur.

Nahaufnahme einer Epilierers

Wichtig beim Epilieren ist, dass die Haare nicht zu lang sind, ansonsten kann der Epilierer verstopfen und die Härchen müssen umständlich aus dem Gerät herausgepult werden. Im Laufe der Jahre haben die Hersteller die Geräte nach und nach verbessert und liefern mittlerweile verschiedene Aufsätze mit dem Gerät mit. Damit ist es beispielsweise möglich auch an schwer erreichbare Stellen Haare zu epilieren. Dazu gehört auch der Intimbereich, den man somit auch mit einem Epilierer von Härchen befreien kann.

Das Ergebnis ist im Vergleich zum Rasieren eine weitaus glattere und länger haarfreie Haut. Während ein Rasierer die Härchen über der Hautoberfläche abschneidet und sie damit stoppelig macht, bleibt die Haut nach der Epilation für 1-2 Wochen glatt. Wie lange es am Ende so bleibt, hängt davon ab, wie schnell deine Haare nachwachsen.

Für wen geeignet?

Grundsätzlich können alle Männer und Frauen zum Epilierer greifen. Allerdings bezweifle ich, dass Männer tatsächlich eine komplette Haarentfernung brauchen oder wollen. Da tut es auch ein einfacher Trimmer. Wer als Mann es unbedingt möchte, dem steht nichts im Wege beim Epilieren der Schambehaarung. 😉

Grundsätzlich können Menschen mit empfindlicher Haut manchmal Probleme mit dem Epilieren bekommen. Das gleiche gilt für Menschen, deren Haare verstärkt dazu neigen einzuwachsen.

Doch für alle gilt: Erstmal ausprobieren! Ehe du nicht mehrere Versuche unternommen hast, kannst du nicht wirklich sagen, ob du für das Epilieren geeignet bist oder nicht. Und denk dran:

Epilieren ist nicht nur Epilieren. Epilieren beinhaltet auch die Vorbereitung der Haut und die Pflege unmittelbar und einige Tage danach!

Welchen Epilierer kaufen?

Mittlerweile gibt es auf dem Markt verschiedene Geräte in allen möglichen Preisklassen. Auch Discounter bieten mittlerweile sehr günstige Geräte an. Jedoch muss ich hier aus eigener Erfahrung sagen, dass du günstige Geräte wirklich vermeiden solltest. Denn um ein Gerät billig anbieten zu können, muss man es auch billig produzieren. das schlägt sich auch in der Qualität nieder: Die Geräte haben kein „Feingefühl“, das gerade das A und O für empfindliche Körperpartien sind, und sind einfach nicht optimal abgestimmt. Die Folge sind nicht nur unnötige Schmerzen, sondern auch ein schlechtes Ergebnis.

Das untere Foto zeigt deutlich den Unterschied zwischen einem gewöhnlichen Epilierer und dem Braun Epil Silk 7. Während das No-Name Gerät eher spartantisch ausgestattet ist, hat Braun seinen Epilierer für eine optimale Einführung der Härchenspitzen geformt. Man beachte auch die gewinkelten Kanäle, mit denen die im ersten Griff nicht erwischen Haare in die nächste Pinzette auf der Walze geführt werden.

braun epil silk 7 bs einen noname rasierer
(1) Normaler No-Name Epilierer (2) Braun Epil Silk 7

Erst namhafte Hersteller wie Braun haben ihre Geräte in den letzten Jahren nach und nach weiterentwickelt, um die Haut möglichst wenig zu beanspruchen und die Benutzung möglichst angenehm zu machen. Schließlich gilt es die Walzen und die kleinen Pinzetten genauso zu gestalten, dass sie auch wirklich die Haare erwischen – und dann auch noch mit einer hohen Zuverlässigkeit. Und auch noch mit möglichst wenige Schmerzen.

Natürlich steht es dir frei ein günstiges Gerät auszuprobieren – aber sag am Ende nicht, ich hätte dich nicht gewarnt 😉

Meine Empfehlung

Durch den Fortschritt in der Technologie überarbeiten die Hersteller ihre Geräte regelmäßig und statten sie mit neuen Funktionen aus. Nachdem ich die letzten drei Jahre mit dem Braun Silk-Epil Silk 7 super Ergebnisse erreicht habe, machte der Akku langsam schlapp. Und langsam bekam ich auch Lust ein neues Gerät auszuprobieren.

Deshalb habe ich direkt das aktuellste Modell, den Braun Silk-Epil Silk 9, bestellt. Das Gerät ist der Topseller bei Amazon in der Kategorie Epiliergeräte und mit 4,4 von 5 Sternen und fast 800 Bewertungen extrem beliebt.

Hier die Gründe, warum ich dieses Gerät empfehle:

  • Extra schmale Aufsätze: Damit kannst du auch schwer kleine empfindliche Körperpartien epilieren – ideal für die Bikinizone
  • Trimm-Aufsatz: Zu lange Härchen können vorher getrimmt werden
  • Kabellose Anwendung: nur eine Stunde Ladezeit
  • Nass-Epilieren möglich: Kann auch in der Badewanne und in der Dusche benutzt werden
  • Eingebautes Licht: So lassen sich auch die letzten Härchen finden
  • Neue Funktionen: Peeling Bürste und breiterer Kopf

Intimbehaarung epilieren – so geht’s

Gerade im Intimbereich ist es wichtig, dass du deine Haut nicht zu sehr reizt – nicht nur wegen der „Wehewehchen“, sondern auch wegen möglicher Hautirritationen oder gar Entzündungen. In der Bikinizone und generell im gesamten Intimbereich befinden sich mehr Nervenenden, als an anderen Körperpartien, bspw. Beine o.ä.. Dadurch tut es meist auch mehr weh, wenn man dort epiliert. Deshalb möchte ich dir zeigen, wie du am besten vorgehst, um möglichst hautschonend und schmerzfrei die Epilation durchführen zu können.

Vor dem Epilieren

Bevor du überhaupt anfängst zu epilieren, solltest du einige Vorbereitungen treffen. Denn schon vor der Enthaarung kannst du sicherstellen, dass deine Haut beim Vorgang selbst nicht so stark strapaziert wird.

Du hast noch nie vorher epiliert?

Dann empfehle ich dir ganz stark deinen Epilierer vorher an einer anderen eher „unempfindlichen“ Stelle auszuprobieren, beispielsweise an den Beinen. Somit kannst du schauen, wie schmerzempfindlich du bist und schonmal ein wenig die Technik üben.

Auch erfährst du damit, ob deine Härchen dazu neigen einzuwachsen und kannst verschiedene Pflegemittel auf die Verträglichkeit mit deiner Haut ausprobieren. Wenn du keine größeren Probleme bekommst und nach einigen Malen etwas Übung hast, kannst du dich auch an den Schambereich wagen…

Gerade die ersten Epilation kann sehr schmerzhaft und anstrengend für die Haut sein. Jedoch gewöhnt sich die Haut relativ schnell an die Strapatze und wird sogar unempfindlicher gegen Schmerz. Selbst wenn du nach dem ersten Mal starke Probleme mit der Haut hast, solltest du es noch ein paar Mal versuchen und schauen, wie deine Haut nach jeder Behandlung reagiert.

Erst wenn die Haut nach etwa der 5. Anwendung weiterhin große Probleme macht, solltest du eine andere Methode suchen.

Das Epilieren selbst

Sobald du für die „Intimepilation“ bereit bist, solltest die betroffene Stelle ordentlich waschen, so dass sie sauber und fettfrei ist.

  • Ich empfehle vor der Prozedur die Hautpartie mit einem heißen und nassen Handtuch zu umwickeln und ein bis zwei Minuten dranzuhalten. Durch die Wärme und die Feuchtigkeit kommen die Härchen etwas weiter aus den Follikeln raus. Außerdem wird die Haut entspannt und wird etwas schmerzunempfindlicher. Wenn du den Braun Epil Silk 9 benutzt, hast du direkt den Vorteil auch unter der warmen Dusche epilieren zu können.
  • Setze den „Aufsatz für empfindliche Stellen“ oder den noch kleineren „Aufsatz für Gesichtshärchen“ auf – je kleiner der Aufsatz, desto weniger Schmerzen wirst du haben
  • Bevor du den Epilierer aufsetzt, straffe die Hautstelle mit der anderen Hand soweit du kannst. Damit wird die haut nicht ganz so stark mitgezogen, was auch weniger Schmerzen bedeutet.
  • Wenn du trocken epilierst und das Gerät nicht richtig greift, kannst du mit Babypuder versuchen die Haut trockener zu bekommen
  • Schütze bei Bedarf deine Geschlechtsteile mit einem oder mehreren Fingern vor dem Epilierer, wenn du keine unnötigen Schmerzen erleben möchtest
  • Statt den Epilierer hin und her zu fahren, setze ihn senkrecht auf die Hautpartie, zieh den Epilierer wieder nach oben ab und fahre genauso an der nächsten Stelle fort. Dies ist nicht ganz so anstrengend für die Haut, dauert aber natürlich etwas länger

Nach dem Epilieren

  • Nimm ein Kühl-Kompresse, um deine Haut unmittelbar nach der Haarentfernung zu kühlen. Das beruhigt die Haut und gibt weniger Probleme in den nächsten Tagen
  • Nimm eine beruhigende und kühlende Creme, bspw. das ArtNaturals Aloe Vera Gel und reibe die Hautpartie damit ein, um Pickel o.ä. zu vermeiden
  • Manche schwören auch auf Babypuder nach der Epilation, um Hautirritationen zu vermeiden
  • Zieh für 30-60 Minuten keine enge Kleidung über die epilierten Stellen an, um die Haut nicht unnötiger Reibung auszusetzen
  • Falls deine Härchen dazu neigen einzuwachsen, benutze nach dem Epilieren alle 2 Tage beim Duschen einen Sisal-Schwamm oder einen Luffaschwamm
  • Wenn du öfter epilieren möchtest, mach es in regelmäßigen Abständen, beispielsweise alle 7 bzw. 14 Tage. Deine Haut wird sich Mal für Mal an die Epilation gewöhnen, die Haarwurzeln werden nach und nach gelockert und du wirst etwas schmerzempfindlicher.
    • In welchem Rhythmus du epilierst, hängt davon ab, wie schnell deine Haare wachsen, Gewöhn dir solch einen Rhythmus an, bei dem die Härchen etwa 5mm lang sind

Geheimtipp, um komplett schmerzfrei zu epilieren

Wenn du ein sehr schmerzempfindlicher Typ bist, aber dennoch epilieren möchtest, gibt es tatsächlich eine Lösung. Dabei handelt es sich um die Emla Creme. Die Emla Creme ist ohne Rezept erhältlich und sorgt für eine Oberflächliche Betäubung der Haut.

Emla Creme betäubt die Haut oberflächlich
Emla Creme betäubt die Haut oberflächlich

Das ganze ist vollkommen ungefährlich, auch bei regelmäßiger Anwendung. Die Emla Creme wird auch oft in Kosmetikstudios oder bei Wundbehandlungen eingesetzt. Damit die Creme richtig wirkt, muss die eingecremte Stelle mit einem umschließenden Pflaster abgedeckt werden. So kann der Wirkstoff in die Haut eindringen und die betäubende Wirkung entfalten.

Geheimtipp zum Geheimtipp
Statt einem Pflaster funktioniert auch Frischhaltefolie! Einfach ein Stück Folie auf die Stelle legen und rundherum mit geeignetem Tape luftdicht an der Haut festkleben. Alternativ einfach umwickeln. 😉

Die Creme muss etwas eine Stunde einwirken. Das Taubheitsgefühl an der Haut hält anschließend etwa für eine Stunde an. Reichlich Zeit, um der Haarentfernung zu beginnen. Die Emla Creme ist in Apotheken oder auch Versandapotheken erhältlich. Ich empfehle online zu bestellen, da die Creme dadurch billiger ist und man nicht mal einen Fuß vor die Tür setzen muss.

  • Die 30g Tube kostet rund 26 Euro. Das ist zwar nicht wenig, doch bei sparsamer Benutzung hält die Creme relativ lange. Du willst schließlich nur epilieren und keine OP durchführen. 😉
  • Noch einfacher sind die fertigen Emla Pflaster, die allerdings etwas teuer und nur in einer Größe kommen, was etwas unflexibel ist. Eine Packung mit 20 Pflastern kostet etwa 46 Euro – da ist die Creme um einiges günstiger. Zum Glück gibt es sowohl für Pflaster als auch die Creme Probepackungen zum Testen.
  • Zum Antesten kannst du eine 2 Emla Pflaster für gerade mal 6 Euro bestellen

Ich selber bestelle immer bei DocMorris, das ist quasi das „Amazon“ unter den Online-Apotheken:

Alternativen bei Unverträglichkeit mit Epilation

Wenn nicht hilft und du nach dem Epilieren arge Probleme mit deiner Haut bekommst, wirst du auf andere Methoden umsteigen müssen. Das gleiche gilt für schmerzempfindliche Personen.

Eine Alternative für empfindliche Haut ist die Enthaarung mit Zuckerpaste. Diese ist ähnlich wie Warmwachs, ist aber weitaus schonender zur Haut und nicht ganz so schmerzvoll. Ich werde schon bald dazu einen Artikel erstellen.

Die schonendste und am wenigsten schmerzhafte Methode ist die klassische Intimrasur. Falls du dich schonmal untenrum rasiert hast und es dir nicht gefallen hat – schau dir meinen Artikel zur Intimrasur an. Dort zeige ich dir, wie du schonend und günstig die lästige Schambehaarung abrasieren kannst.

Ich hoffe, mein Artikel hat dir etwas geholfen! Schreib doch deine Erfahrungen mit der Epilation in die Kommentare! 🙂

Bilderquellen: © Patryk Kosiński – Fotolia.com